OMCap 2011 Recap

Logo OMCapEben ist sie zu Ende gegangen, die OMCap, bisher gelungenste Konferenz des Jahres 2011. Bis in den Oktober hat sie sich Zeit gelassen, die Premiere für Veranstalter Andre Alpar. Ich hatte das Glück, als einer der ersten im Kosmos zu sein, was mir a) die ellenlange Schlange bei der Registrierung kurz vor Konferenzbeginn ersparte und b) ermöglichte, die Keynote von Mike Grehan zu hören. Der Suchmaschinen-Veteran ging auf die Entwicklung des Internets und insbesondere der Suchmaschinen und deren Rankingfaktoren von Text über Links & Anchortexte bis hin zu Social Signals ein. Er sieht die Entwicklung weg von der reinen Browsernutzung des Internets hin zur Nutzung in Apps wie Tablets, Smartphones, Spielekonsolen, usw.

Ohne Umschweife jetzt direkt zum Programm. Ich möchte hier nur zwei Beiträge aufgreifen, die für mich zu den besten des Tages gehörten:

  • Niels Dörje im Track mit Martin Mißfeldt “Universal Search: Was kommt noch alles in die SERPs und wie kann man partizipieren?” und
  • Astrid Staats, Jonas Weber sowie Jens Fauldraht “SEO: Planung, Umsetzung und Steuerung interner Linkstrukturen”

Niels Dörje sieht in der Optimierung auf einzelne Google Verticals (z.B. Maps, Shopping) noch immer eine hohe Relevanz. Die Akquise von DailyDeal könnte sich auf die Integration von lokalen Angeboten in die Google Maps auswirken. Beispiel aus der näheren Vergangenheit ist die Übernahme des Flugdaten-Spezialisten ITA in den USA, dessen Daten heute über Google Flights ausgeliefert werden. Einen genaueren Blick sollte man auf die Datenquellen der Verticals legen. In der Vergangenheit griff Google z.B. auf die Daten der Gelben Seiten für Maps zurück und integrierte Reviews aus Bewertungsportalen. Ein Ansatzpunkt für mögliche Kooperationen mit dem Suchmaschinengiganten.

Im Gegensatz zu Niels Dörje sieht Martin Mißfeldt einen Rückgang in der Relevanz der Universal Search. Seit dem Google Redesign und dem Launch von Google+ im Juni diesen Jahres, sieht er einen Widerspruch im Konzept der Verticals und der personalisierten Suche. Dies zeigt sich im Rückgang der Vertical-Integrationen in den SERPs. Im Februar 2011 rutschten die Bilder erstmals auf Seite 2 der Suchergebnisse. Heute sind die Oneboxen für Blogs und Videos verschwunden. Dafür ranken Blogposts und Videos wie organische Suchergebnisse (mit dem Unterschied des Preview-Images). Die Ursache dafür sieht Martin im vermutlich hohen Platzbedarf der Oneboxen, die damit zu viel Aufmerksamkeit von den gewinnbringenden Adwords ablenken. Spannend wird, ob sich die Verticals künftig personalisieren lassen (+1 für Bilder, Videos oder News). Aktuell hängt die Einblendung der Verticals von der Keyword-Anfrage ab (“New York” vs. “New York Hotel”).

Jonas Weber ging im Anschluss an Niels Dörje und Martin Mißfeldt auf die Bedeutung der eigenen internen Linkstruktur und die Rolle der sinnvoll aufgebauten Navigation ein. Mit der schwindenden Bedeutung externer Anchortext-Links trägt die sinnvolle Userführung verstärkt zum Rankingerfolg bei. Google wertet unnatürliche Keywordlinks ab und stuft Brandlinks im Gegenzug in der Wertigkeit nach oben. Um ein natürliches Linkprofil aufzubauen, setzt Jonas auf hervorragende (d.h. geringe Bouncerate) Infoseiten, die es Wert sind, vielfach extern verlinkt zu werden. Diese Seiten können ihren Linkjuice intern auf die Produktseiten vererben, die nicht so einfach natürliche Links ziehen. Die relevantesten Produktseiten sollten keinesfalls versteckt, sondern beispielsweise direkt von der Startseite (die Seite mit den meisten natürlichen Links) verlinkt werden (siehe “Damenschuhe” bei zalando.de).

10 Gebote interner VerlinkungAstrid Staats legte im zweiten Teil des Tracks los wie die Feuerwehr. Über die 10 Gebote der internen Verlinkung (ganz kurz: 1. absolute URLs, 2. einheitliche Anchortexte, 3. Verlinke von alten auf neue Inhalte, 4. sinnvolle Keys in der Hauptnavi, 5. intern nicht auf 404 verlinken, 6. crawle die eigene Seite, 7. nicht überoptimieren, 8. Canonical nicht zweckentfremden, 9. Textlink vor Bildlink, 10. Userzentrierung und Bouncerate beachten) ging es zu ihrer Vision eines perfekten CMS. Und weil dann noch 5 Minuten ihrer 20-Minuten-Session übrig waren, kam Astrid noch zum Kern der Präsentation: Paginierung bei Themenseiten. Verkürzt stellte sie die Frage, ob einzelne Artikelseiten mit dem canonical tag auf eine Übersichtseite des Artikels verweisen sollten oder ob die Artikelseiten besser mit noindex/follow gekennzeichnet werden sollten. Sowohl Astrid als auch Jens Fauldraht zogen das Fazit mit Rand Fishkins Rat: “Don’t put a rel=canonical directive on paginated results pointing back to the top page!” … damit würdest du der Suchmaschine verdeutlichen, dass Du nur eine einzige Seite zu diesem Thema besitzt.

Die weiteren Highlights würden den Rahmen hier deutlich sprengen. Stefan Fischerländer, Markus Tober und Jens Fauldrath verdienen mit den “Online Marketing KPIs für SEO und andere Kanäle” unbedingt noch eine Erwähnung. Kurzweilig und ein würdiger Abschluss war Dominik Woijciks Blick in die Blackhat-Vergangenheit und der Bezug auf die aktuell noch immer erfolgreichen Methoden mit gescraptem Content, ein paar APIs, viel Adsense und sonstiger Werbung, Projekte erfolgreich in die SERPs zu bringen.

Mein Fazit: Nächstes Jahr bin ich sicher wieder mit dabei!

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5 Antworten auf OMCap 2011 Recap

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  5. schöner Recap, anbei der Link zu unserem: http://www.sea.de/seo-konferenzen/omcap-2011-recap.html

    liebe Grüße
    Nico

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